Comenius

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Comenius Projekt 2011-2013

- Let´s taste different cultures -

Im Rahmen eines europäischen Programms zum schulischen Austausch (Comenius) beteiligt sich verschiedene Klassen an einem Projekt, das von 2011 bis 2013 zwischen einer Schule aus England (Wales) und den Niederlanden (Gennep) und unserer Schule stattfindet. Dabei geht es um die typischen Merkmale unserer Region bzw. unseres Landes.

Projektbeschreibung:
Der Umgang mit verschiedenen und unterschiedlichen Kulturen begegnet uns täglich und unmittelbar im Alltag, in vielen verschiedenen Formen und Facetten. Unser gemeinschaftliches Zusammenleben fordert unabdingbar das Akzeptieren, Tolerieren und kritische Auseinandersetzen mit anderen Lebens- und Denkweisen, Handlungs- und Verhaltensweisen sowie Kulturen. Mit unserem multilateralen Projekt „Let´s taste different cultures“ wollen wir bei den Jugendlichen mehr Verständnis für einander aufbauen, Vorurteile abbauen, das eigene Selbstbild festigen und stärken und zur Kommunikation anregen. Im Vorfeld sollen sich die Jugendlichen mit ihren eigener (regionalen) Kultur auseinandersetzen. Was bedeutet typisch deutsch, typisch türkisch oder typisch walisisch? Gibt es so etwas wie "den Deutschen", "den Türken" oder "den Waliser"? Im Rahmen des internationalen kulturellen Austausches sollen die Jugendlichen die Kulturen der Partner erfahren.

Der Schulalltag wird geprägt durch eine Auseinandersetzung verschiedener Kulturen. Das Lernen und Lehrer erfordert unabdingbar eine kulturelle Auseinandersetzung. Dies beinhaltet ein Lernen von und Miteinander. In der Schule lernen und lehren Menschen unterschiedlicher Nationen und Religionen und dementsprechend auch unterschiedlicher und verschiedener Kulturen. So gibt es verschiedene und unterschiedliche Gerichte beim Schulessen, unterschiedliche Auffassungen zu einzelnen speziellen Unterrichtsthemen oder verschiedene Feiertage, die gegenseitig zu respektieren und akzeptieren sind.
Im Rahmen des letzten gemeinsamen Comeniusprojektes sind uns diese Schwierigkeiten deutlich bewusst geworden. Unser gemeinsames Projekt mit einem anderen Partner drohte sogar zu scheitern, da wir uns als kulturell unterschiedliche Partner nicht richtig kennengelernt haben.

Von daher ist es von besonderer Wichtigkeit seinen Partner und vor allem seine Kultur kennen zu lernen und sich mit ihr auseinander zu setzen.
Das langfristige Ziel unseres Projektes ist als Bewusstseinserweiterung und Akzeptieren anderer, unterschiedlichen Kulturen zu verstehen. Dabei gilt: "der Weg das Ziel". Da es sich bei der Zielgruppe um Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen handelt, ist es maßgeblich notwendig realistische und ansprechende Situationen zu schaffen. So werden wir hauptsächlich mit Bild- und Tonmaterial arbeiten (DVD), direkte Gespräche mit Partnern suchen und kleinschrittig, handlungsorientiert und förderbedarfsorientiert arbeiten.

Um unser gemeinsames Ziel dementsprechend erreichen zu können, ist unser gemeinsames Projekt in drei Schritten (Phasen) aufgeteilt:

1. Schritt: Die eigene Kultur (Who we are?)
Zunächst sollen sich die Jugendlichen mit ihren eigenen Kulturen auseinandersetzen. Was bedeutet typisch deutsch, typisch türkisch oder typisch walisisch? Was macht uns Waliser, Türken oder Deutschen aus? Gibt es eine Stigmatisierung?
Die Schwierigkeit besteht für unsere Jugendlichen darin genau zu ergründen, was die eigene Kultur ausmacht. So werden unterschiedliche Themenbereiche wie Geschichte, Kunst, Literatur, Religion, Musik und Geographie angesprochen und bearbeitet.

2. Schritt: Wie sehen wir die anderen? Was wissen wir über unsere Partner? (Who they are)
Im Rahmen eines persönlichen Austausches sollen die Ergebnisse der Jugendlichen den Partnern präsentiert werden. Dies kann durch Vorstellungen im Rahmen von Theater oder Tanzvorführungen erfolgen, durch Kunst- und Bildausstellungen oder Gespräche. So entsteht die Möglichkeit die Kulturen der Partner direkt kennen zu lernen. Nach Möglichkeit soll auf diesem Wege ein Verständnis für einander aufgebaut, Vorurteile abgebaut, Normen und Werte vermittelt, Gewalt demaskiert und zur Kommunikation angeregt werden.

3. Schritt: unterschiedliche Kulturen der Partner (Every people is a People, it has its own national culture and every culture has its own taste)
Wir als Partner haben die Möglichkeit uns konkret mit einer anderen Kultur auseinandersetzen, sie schätzen zu lernen. Wir wollen für unsere Jugendlichen ein Umdenken bezüglich Diskriminierung von Minderheiten aufgrund ihrer Religion, Hautfarbe, Nationalität oder Sexualität angeregt. Durch den gegenseitigen Austausch, und den  internationalen Besuchen  bestehen dann Möglichkeiten die Ergebnisse der anderen Kulturen zu erfahren und weiter zu vermitteln.

Projektergebnisse (Stand Frühjahr 2012):

Klasse 12
Klasse 15
Klasse 22

Bericht vom Besuch der Lehrerinnen aus Wales im Januar 2012.