Fürs Leben lernen

Kreis Kleves Landrat Christoph Gerwers und die Allgemeine Vertreterin Zandra Boxnick tauschten sich mit der Schulleitung um Ute Schröder und Andrea Lemm über die Angebote der Schule Haus Freudenberg aus

Foto: © Kreis Kleve / Klaus-Dieter Stade

Landrat Christoph Gerwers (r.), Allgemeine Vertreterin Zandra Boxnick (l.), Schulleiterin Ute Schröder (2.v.r.) und Andrea Lemm (2.v.l.), Mitglied im Schulleitungsteam Foto: © Kreis Kleve / Klaus-Dieter Stade

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung erheblich beeinträchtigt sind, erhalten in der Schule Haus Freudenberg ein individuelles Angebot. Landrat Christoph Gerwers und die Allgemeine Vertreterin Zandra Boxnick haben sich jetzt mit der Schulleitung über das Konzept und die Entwicklung der Förderschule in Trägerschaft des Kreises Kleve ausgetauscht. „‘Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir‘, dieser bekannte Leitsatz ist wohl nirgends so treffend wie hier. Durch die Schule Haus Freudenberg erhalten die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ich habe großen Respekt vor Ihrer Arbeit“, sagt Landrat Gerwers.

An der Schule gibt es keine allgemein gültigen Lernziele für alle Schülerinnen und Schüler. Die individuelle Ausgangslage jedes Einzelnen bestimmt den Lernweg und den Zeitpunkt für das Lernangebot. „Wir erarbeiten individuelle Förderpläne und Ziele für die Schülerinnen und Schüler. Dabei unterscheiden wir zwischen Förderangeboten, die sich auf entwicklungsorientierte Kompetenzen beziehen, und Angeboten, die Fach- und Sachkompetenzen fördern“, erklärt Schulleiterin Ute Schröder. Entsprechend erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahres auch kein Zeugnis mit Noten, sondern eine Beschreibung des Entwicklungsfortschritts in Bezug auf die konkreten Unterrichtsinhalte.

Das Angebot ist stark nachgefragt. Aktuell besuchen rund 300 Schülerinnen und Schüler die Schule Haus Freudenberg – rund ein Drittel mehr als noch zum Schuljahr 2018/19. Die Mädchen und Jungen stammen aus Emmerich am Rhein, Bedburg-Hau, Goch, Kalkar, Kleve, Kranenburg und Rees. Sie werden betreut von 68 Lehrkräften, 5 Pflegefachkräften sowie 75 Integrationshelfern.